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Copyright - Familie Senger & Kreuter, 2016

Valentin Senger - Jude, Sozialist, Schriftsteller

Vor 1933: Seine Eltern waren wegen ihrer revolutionären Aktivität aus dem zaristischen Russland über Berlin nach Frankfurt am Main geflohen. Der Vater Moissee Rabisanowitsch war Facharbeiter und Revolutionär. Der Name Senger war ein nach der Russischen Revolution angenommener Name. Valis Mutter Olga Moissejewna war eine politisch aktive Frau. Sie setzte sich in Frankfurt am Main u.a. für die Aktionsgemeinschaft zur Abschaffung des § 218 ein und engagierte sich in den Vereinen und Bünden der russisch-jüdischen Arbeiterbewegung wie z.B. im linksorientierten Jüdischen Arbeiter-Kulturbund. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, war die Familie wegen ihres kommunistischen Engagements und ihrer jüdischen Herkunft doppelt gefährdet. Dennoch überlebten sie die zwölf Jahre des Nazifaschismus als einzige jüdische Familie (im Familienverbund) unentdeckt in Frankfurt am Main. Nach dem Ende des Nationalsozialismus war Valentin Senger bis zum Verbot 1956 als Redakteur der Sozialistischen Volkszeitung (SVZ) tätig. Nach dem Bruch mit dem Kommunismus fand Valentin Senger wieder zu seinen jüdischen Wurzeln zurück. Obwohl Valentin Senger in Deutschland geboren war, mußte er 25 Jahre für seine Einbürgerung kämpfen. Ihm wurde wegen seiner Vergangenheit bis 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft verwehrt. Erst nach Veröffentlichung seines erfolgreichen Buches „Kaiserhofstraße 12“ bot man ihm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Die Stadt Frankfurt am Main ernannte ihn fast 10 Jahre später zum Ehrenbürger. Die Ehrenplakette wurde ihm 1990 durch OB Volker Hauff verliehen. Seine ersten Bücher veröffentlichte und schrieb er in den 50er Jahren: "Die Brücke von Kassel (1954) und "Am seidenen Faden" (1956) wurden im Verlag Neues Leben veröffentlicht.Die Erlebnisse als jüdische Familie in Frankfurt während der Nazi-Zeit konnte er erst 1978 in seinem Buch "Kaiserhofstraße 12" verarbeiten. Es wurde ein Bestseller. Daraufhin wurde das Buch 1980 vom Hessischen Rundfunk als Fernsehspiel verfilmt. Es folgten weitere Erzählungen, Romane, autobiografische Texte. Insbesondere widmete er sich der Erforschung des jüdischen Lebens in Frankfurt am Main. Ein besonderes Interesse hatte er an der Recherche zu Themen über das Ostjudentum und die armen Juden wie z.B. die Wanderjuden (Roman: Die Buchsweilers). In Frankfurt gibt es eine Straße mit seinem Namen (Valentin-Senger-Straße) und ein Valentin-Senger-Haus. Die Henze Schule sollte in den 90er Jahren in Valentin Senger Schule umbenannt werden. Von politischer Seite (Ortsbeirat 1 in Frankfurt am Main) wurde dies 1998 verhindert und die Schule wurde in Weißfrauen-Schule benannt. Im selben Jahr zeigt das Museum Judengasse in Frankfurt am Main eine Ausstellung zu Valentin Senger mit dem Titel " Valentin Senger - Fremder in der Heimat". Eine weitere Diskussion mit Lesung im Museum Judengasse folgte 2006 mit dem Titel "Ich will reden von der Angst meines Herzens". 2009 erwarb nun der Schöffling Verlag die Rechte an "Kaiserhofstraße 12" und bewirbt die Neuauflage mit den Veranstaltungswochen "Frankfurt liest ein Buch: Kaiserhofstraße 12". Unterstützt wird das Literaturprojekt durch Rundfunk, Zeitung, Medien, Theater, Buchhandlung und natürlich auch durch eine Stadt, die Vali ein ganzes Leben in Atem hielt: Frankfurt am Main.2010 wird in der Valentin-Senger-Strasse in Frankfurt am Main die Valentin Senger Schule eröffnet. Valentin Senger würde sich sicher über diese Öffentlichkeit freuen. Ein neues Kapitel der Öffentlichkeitsarbeit möchte die Familie jetzt einschlagen. Das Filmprojekt mit dem Arbeitstitel "Valentin Senger & die Kaiserhofstraße" ist in Planung. Hier werden weitere unveröffentlichte Filmdokumente und die bisher unbekannten Seiten von Valentin Senger beleuchtet. Freunde, Arbeitskollegen, Weggefährten und interessierte Zuschauer werden aufgerufen, mit uns in Kontakt zu treten und sich aktiv am Projekt zu beteiligen.

Liebe Besucher,Es ist soweit. Valentin Senger bekommt eine eigene Homepage. Die Geschichte der Sengers sollte immer wieder erzählt werden, da sie zeigt, wie mit Toleranz, politischer Meinungsfreiheit und religiöser Einstellung im Extremfall in unserer Gesellschaft umgegangen wird. Diese Seite befindet sich im Aufbau. Helft uns mit bei der inhaltlichen Erweiterung und unterstützt uns beim neuen Filmprojekt über Valentin Senger. Freundliche Grüße, Irmgard Senger (Witwe von Valentin Senger)

Valentin Senger ( 1918 - 1997) war ein deutscher Schriftsteller russisch-jüdischer Herkunft. Er lebte und arbeitete von 1918 bis 1997 in Frankfurt am Main. Lehre als Technischer Zeichner, Maschinenbauschule, Konstrukteur, Betriebsleiter.Ab den 50er Jahren bis zu seiner Pensionierung war Vali beim Hessischen Rundfunk als Reporter für Hörfunk, Fernsehen und Leiter der Fernseh-Wirtschaftsredaktion tätig.